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Berühmte Diamanten: Cullinan, Koh-i-Noor, Hope und die anderen

Die Steine hinter den Namen auf Kronen, in Museen und in Auktionsrekorden: wo sie gefunden wurden, wer sie schliff und wo sie heute sind.

Berühmte Diamanten: Cullinan, Koh-i-Noor, Hope und die anderen
Foto: Amy-Leigh Barnard / Unsplash
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Eine Handvoll Diamanten ist unter ihrem Namen bekannt, wie Gemälde. Die meisten wurden vor 1700 in Indien oder nach 1870 in Südafrika gefunden, die meisten wurden mehr als einmal geschliffen und umgeschliffen, und fast alle liegen heute in einer Krone, einem Museum oder einem Tresor. Hier sind die, denen du am ehesten begegnest, mit den Zahlen, wie die Museen und ihre Eigentümer sie angeben.

Cullinan

Der größte Rohdiamant in Edelsteinqualität, der je gefunden wurde: 3106 Karat, 1905 aus der Premier-Mine bei Pretoria geborgen und nach dem Vorsitzenden der Mine benannt. Die Regierung von Transvaal kaufte ihn und schenkte ihn Edward VII. Die Firma Asscher in Amsterdam spaltete und schliff ihn 1908 zu neun großen Steinen und fast hundert kleinen. Cullinan I, der Große Stern von Afrika, ein Tropfen von 530,2 Karat, sitzt im Zepter des britischen Monarchen; Cullinan II, der Kleine Stern von Afrika, ein Kissen von 317,4 Karat, vorn in der Imperial State Crown. Beide liegen im Tower of London.

Koh-i-Noor

"Berg des Lichts" auf Persisch. Ein indischer Stein mit einer Geschichte über Mogulkaiser, persische und afghanische Herrscher und das Sikh-Reich, bevor die Ostindien-Kompanie ihn 1849 Königin Victoria übergab. Als indische Rose von etwa 186 Karat geschliffen, wurde er 1852 in London zu einem ovalen Brillanten von 105,6 Karat umgeschliffen, was ihn viel Gewicht kostete und ihm seine heutige Form gab. Er sitzt in der Krone von Königinmutter Elizabeth, ebenfalls im Tower. Indien, Pakistan, Iran und Afghanistan haben ihn alle zurückgefordert.

Hope

Der berühmteste blaue Diamant: 45,52 Karat, tief graublau durch Bor, das ihn unter Ultraviolettlicht auch einige Sekunden rot nachleuchten lässt. Er wurde aus dem Französischen Blauen geschliffen, den Jean-Baptiste Tavernier in Indien kaufte und 1668 an Ludwig XIV. verkaufte, und der 1792 aus den französischen Kronjuwelen gestohlen wurde. Der umgeschliffene Stein tauchte in den 1830er Jahren in London in der Sammlung von Henry Philip Hope auf, dessen Namen er behielt. Harry Winston schenkte ihn 1958 dem Smithsonian in Washington, wo er das meistbesuchte Objekt des Museums ist.

Regent

1698 in Indien gefunden und 1717 von Philippe d'Orléans, Regent von Frankreich, gekauft, daher der Name. Ein Kissenbrillant von 140,6 Karat, der als einer der am besten geschliffenen alten indischen Steine gilt. Er saß in den Kronen Ludwigs XV. und Ludwigs XVI., im Griff von Napoleons Degen, und liegt heute im Louvre.

Orlow

Etwa 190 Karat, ein rosengeschliffener Stein in Form eines halben Eis, in Indien geschliffen und nie umgeschliffen. Graf Grigori Orlow kaufte ihn in den 1770er Jahren in Amsterdam für Katharina die Große, die ihn in das Zarenzepter fassen ließ. Er liegt im Diamantenfonds des Kreml. Möglicherweise ist es derselbe Stein wie der Große Mogul, den Tavernier 1665 beschrieb und der seither verschollen ist, doch das wurde nie bewiesen.

Dresdner Grüner

Der einzige große natürliche grüne Diamant, etwa 41 Karat, über Jahrmillionen durch natürliche Strahlung gefärbt. 1742 von August III. von Sachsen gekauft und in einen Hutschmuck gefasst, der sich seither kaum verändert hat. Er liegt im Grünen Gewölbe in Dresden, das seinen Namen den Gewölben verdankt, nicht dem Stein.

Tiffany Yellow

Ein gelber Diamant von 128,54 Karat, 1877 in den Minen von Kimberley gefunden und roh von Charles Lewis Tiffany gekauft. In Paris mit 82 Facetten geschliffen, mehr als ein gewöhnlicher Brillant, um seine Farbe zu halten. Vier Frauen haben ihn getragen: Mary Whitehouse 1957, Audrey Hepburn für die Fotos zu Frühstück bei Tiffany 1961, Lady Gaga bei den Oscars 2019 und Beyoncé 2021. Sonst ist er im Geschäft von Tiffany an der Fifth Avenue zu sehen.

Excelsior und Jonker

Zwei südafrikanische Riesen, die zu vielen Steinen statt zu einem geschliffen wurden. Der Excelsior, 995 Karat, 1893 bei Jagersfontein gefunden, war der größte bekannte Rohstein bis zum Cullinan; Asscher schliff ihn 1903 zu einundzwanzig Steinen, der größte unter 70 Karat, weshalb sein Name weniger bekannt ist, als seine Größe verdient. Der Jonker, 726 Karat, wurde 1934 bei Pretoria gefunden und in New York von Lazare Kaplan zu zwölf Steinen geschliffen, der größte etwa 125 Karat.

Die jüngeren

Der Rekord für einen geschliffenen Diamanten gehört dem Golden Jubilee, einem braunen Stein von 545,67 Karat aus der Premier-Mine, 1990 geschliffen und dem König von Thailand geschenkt. Der Centenary, 273,85 Karat und lupenrein, kam 1986 aus derselben Mine. Der Lesedi La Rona, 1109 Karat roh, 2015 in Botswana gefunden, war der zweitgrößte Rohstein nach dem Cullinan und ergab einen quadratischen Smaragdschliff von 302 Karat. Botswana hat seither zwei größere Rohsteine geliefert; das Rekordbuch ändert sich weiter.

Was sie gemeinsam haben

Fast jeder von ihnen wurde umgeschliffen, oft unter Verlust der Hälfte seines Gewichts, nach dem Geschmack eines neuen Eigentümers oder eines neuen Jahrhunderts. Der Koh-i-Noor verlor 80 Karat, um ein Brillant zu werden. Das erinnert daran, dass ein Diamant kein festes Objekt ist: was man besitzt, ist das Potenzial des Rohsteins, und jeder Schliff ist eine Entscheidung. Mehr zu den vier C und zu den alten Farbbezeichnungen, die noch immer in Beschreibungen dieser Steine auftauchen.

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